UNSER STERN
Zu ebner Erde, da gibt es keine Sterne,
deswegen schauen wir nach oben,
ob da droben,
nicht ein Stern für uns blinkt,
und haben wir ihn gefunden,
so wollen wir ihn haben,
das er uns begleitet,
uns beschützt auf unsern Wegen,
die wir gehen.
Leider sind wir nur Menschen
leben auf der Erde und müssen warten auf die Sterne,
daß sie anfangen zu blinken,
wenn es Nacht geworden
und so stehen wir hier
und schauen nach droben,
ist der Himmel blau,
so kann uns werden grau,
da wir unsern Stern noch nicht sehen,
und könnten vergehen,
so müssen wir warten auf die Nacht,
die auf uns herniederbricht,
und erst dann,
wenn die Dunkelheit gekommen,
sehen wir unsre Sterne,
wenn wir dann nicht wissen,
wie der Himmel,
wie die Erde sich drehten,
so suchen wir vergebens nach unserm Stern
der uns sollt lenken und leiten,
und wir stehen immer noch da,
suchen am Himmel
und warten auf die Nacht,
die uns die Sterne zeigt.
Da wir Menschen nicht ewig Zeit,
so sollten wir uns besinnen,
das unsre Zeit nicht verrinnt,
darauf,
daß wir nicht warten auf den Stern am Himmel,
der uns leuchtet,
wenn`s in uns dunkel,
sondern, auf unsre eigene Kraft,
die uns mutig macht,
die Nacht und den Tag selbst zu bestimmen.
© copyright 1998 by ronald dollinger