SPRUCH 7

Menschen in Deiner Näh`,
ob Mutter oder Tochter,
schlägst vor den Kopf,
mit Deiner Unruh, Deiner Art,
kaum seßhaft geworden,
neues Haus als Euer Heim gebaut
schon strebst Du wieder dahin,
wo Du herkamst,
Du weißt nicht was Du willst,
und gibst Dir und den Deinen keine Ruh`.

atme ein und aus,
lass strömen Luft in Deine Lungen,
beruhige Dich und Deine nerven,
sieh um Dich und gib nicht auf,
Du bist am Ziel und merkst es kaum.

Wieviel braucht der Mensch
Einen Tisch, einen Stuhl, ein Bett,
einen Schrank, ein Dach über`n Kopf
mehr braucht´s nicht sein.

Der Tisch kann wackeln,
der Stuhl schief sein,
das Bett quietschen,
der Schrank knarren,
mehr braucht`s nicht sein.

Das Dach dicht,
Wände trocken,
von überall Licht,
mehr braucht`s nicht.

Einfachheit und Bescheidenheit,
ist jetzt gefragt,
zum Leben reicht`s allemal....

Konsumgüter,
wie Auto, Fernseher, Radio,
all dieser Luxus überrennt die Menschen,
lenken ab, von der Schönheit der Natur,
von den eigentlichen Dingen,
die wir alle brauchen zum Leben,
um die Bewegung um uns,
in uns wieder zu spüren,
all diese anderen Dinge,
entfernen uns vom ICH
erkennen tun wir NICHT`S.

Und so such ich mir meine Hütte,
oben in den Bergen, oder am See,
tief unten im Tal, egal
ich find mein Plätzchen,
mit einem Tisch und einem Stuhl,
wackelnd und schief
und ich hör die Natur
die MICH rief.

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© copyright 1998 by ronald dollinger