STEH AUF SCHREI
Schrei Dir selber zu, steh auf und mache,
lauf und schaffe, pack Dich und spute,
reibe die Hände und spucke,
daß was vorher Mühsal war,
nun werde Lust und Trutz,
Geh, und leg los,
Faulheit kannst nicht brauchen,
Schweiß, Plackerei, spüren mußt jeden Knochen,
daß aus Dir werde, noch `n richtiger Mann.
Deine Unlust war fehl am Platze,
hast Dich genug ausgeruht,
ließest alles liegen was zu tun,
genießen konnst die Zeit nicht,
der Bekümmernis,
hast nicht`s erreicht
nun mach`s andersherum,
zeig Dir`s, Du kannst noch was.......
....... Gut reden habt ihr ja,
Gut meint ihr`s wohl auch,
aber wozu soll ich`s tun,
für wen soll ich nicht mehr ruh`n?
Ihr seid der Meinung,
saß nur herum, drehte Däumchen,
hielt mein Schläfchen,
ward immer Müd`- vom Nichtstun.
Nein, oh nein, habe immer überlegt,
"was kann ich tun, was soll ich machen ?"
bekam aber nie Antwort.
Und nun kommt ihr, und sagt:
dort, dort ist genug zu tun,
schaffe Dich und hebe Dich,
bau Dir das Glück
ich weiß - keiner kann`s für mich,
ich bin meines Glückes Schmied
© copyright 1998 by ronald dollinger