RUHEN IN DER NACHT

Die Nacht senkt sich hernieder,
Schatten verschwinden und erblassen,
Menschliche Hektik erlahmt,
ab und zu Sterne erleuchten,
manche gülden, manche silbern,
es ist kühler als am Tage,
ich schau in die Schwärze,
und tauche in das All,
höre von Ferne die Eule schrei`n,
in der Nähe die Vögel jauchzend,
ihre Freude der Ungestörtheit,
trillernd und frohlockend singend,
es kehrt ein die Stille,
die ich mag und begehr,
es ist so ummantelnd,
der angehaltene Atem,
des Weltenlaufes,
der Unruh
die nun einhält im Schweigen
alles was der Mensch verbricht,
einen kurzen Augenblick,
der Ruhe, der Stille,
einhalten kann,
für einen Neubeginn,
der belohnt mit einem Morgen,
ablösend die herrliche Nacht,
aufbricht
zum Beginn der neuen Unruh der neuen Unrast.

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© copyright 1998 by ronald dollinger