EEIN JAHR UND MEHR

Nun wohn ich schon ein Jahr,
in einem Hause, am See und Walde,
zum schwimmen und zum gehen,
genießend die Natur,
zum tanken die Ruh`,
ließen`s nur die Nachbarn zu.

Nun wohn ich schon ein Jahr,
ein weißes Haus mit rotem Dach,
mittendrin im Garten,
selbst bepflanzt,
Bäume und Blumen, mit eigner Hand,
gedeihen und wachsen.

Nun wohn ich schon ein Jahr,
in bitterster Armut, in großer Not,
weiß oft nicht,
was bringt der nächste Tag,
angewiesen auf Almosen,
gegeben von Freundes Hand.

Nun wohn ich schon ein Jahr,
hier in bitterster Kümmernis,
ein Absehen ist noch nicht,
von Drangsal und Plag`.
redliche Mühe geb ich mir,
Erfolge sind nicht in Sicht,
wie lange wohn ich noch hier?

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© copyright 1998 by ronald dollinger