TRAURIGKEIT
ein elixier des lebens, ein muß des daseins,
packend und fesselnd,
spür ich doch die leichtigkeit des irdendaseins.
fliegend im rauch der dämpfe, herzen schwer,
körper leicht, traurigkeit,
was für ein schönes gefühl.
ich geb ab die traurigkeit,
pack sie dir ein, ich will nicht sein,
mit trauer und wehmut laufend einher.
lasst uns lustig sein, lachend ins leben schein`n.
mutig und frohgemut,
aushaltend gegen die traurigkeit,
denn schön, das sind wir.
Kälte dunkelheit, spiegelnd in der scheibe,
reibend mit klammen fingern, hauchend,
saugend ein bißchen wärme.
die nähe gesucht, die kälte gefunden.
allein und zweifelnd an den dingen,
putzend die scheibe, ein heller glanz, ein stern,
funkelnd wie der von betlehem,
siegessicher, taumelnd, fallend
die scheibe klirrt, das blut fließt warm,
so warm ist mir.
© copyright 1998 by ronald dollinger