GESETZESERLASS
Nun, oh menschenseele, oh menschenherz,
jetzt kannst ruhig schlafen,
gehen auf die strassen
ohne zu treten in kot, unrat und schmutz,
du schaffst den hund, den seit tausenden jahren,
treuesten freund und begleiter endlich ab.
in einer welt, voll glamour und flitter,
voll kaltem schein und sein,
brauchst du keine nähe,
keine wärme eines geliebten wesens.
da der mensch den andern menschen
nicht in seine nähe dulden kann,
wie kann er denn ein andres lebewesen neben sich dulden?
neue gesetze sind nun da,
zu verbieten des umganges mensch und tier,
bald nun wird der hund im zoo
als aussterbende rasse zu sehen sein.
nun, oh menschenseele oh menschenherz
erstick an deiner kälte,
an deiner falschen fürsorglichkeit zum schutze,
zum wohle des menschen.
Hunde wau, wau, bell, bell,
so tönt es von des Nachbarn Grundstück,
wie nervt morgens, abends wau, wau , bell, bell.
gibt es kein Gesetz,
den Hunden zu verbieten zu halten das Maul?
den Fröschen gar, laut Gesetz,
müssen Nachts das quaken lassen.
lassen sie`s nicht, droht ihnen entzug des teiches.
wenn das nicht hilft, muss her der Froschjäger,
der beaufsichtigt die Eleminierung.
ist denn der Hund mit seinem Gebell,
mehr wert als meine Ohren ?
her muss ein Gesetz, das dem Hunde mahnt,
und erlaubt, zu bellen zu bestimmter Zeit.
© copyright 1998 by ronald dollinger