MEIN DREI TAGE PIEPMATZ 1
Seit zwei Tagen regnet es schon, unterbrochen von einzelnen Blitzen,
die aus der Wolkendecke, schießen, in mein Gemüt.
Zwei Tage lauf ich umher, mit Tränen in den Augen, schniefender Nase,
wer weint denn nun mehr, der Himmel oder ich?
Tage laufen vorbei, ob Regen oder Tränen, die vom Himmel fallen,
aus den Augen quellen. Lauf umher, weiß mir keinen Trost,
höre und sehe dich, fühlen und riechen noch.
Herum, ist die kurze Zeit der Gemeinsamkeit,
Vorbei ist deine kleine Nähe, der unbarmherzige oder barmherzige?
Tod trennte uns - du mein kleiner Vogel.
In einem Baume, einem Kleinen, liegt ein Nest, drin` lauter Vöglein,
fünf Winzlinge, heben ihre Schnäbel, um zu erwarten,
aus des Eltern Gurgel, den stillenden Hunger,
jedoch es kommt keine Mutter geflogen,
fällt herab das Nest, auf den Boden,
ein junges Vögelchen hängt sich mit dem Köpfchen,
auf im geäste, ein anderes bleibt hängen mit der Kralle,
zwei weitere überleben den Sturze,
aus der Höhe, die keine ist - nicht!
ein letztes Vögelchen, versucht zu flattern,
in die rettenden Arme des halmenden Grases.
So liegt am selben Tage, in dem Baume, dem Kleinen,
ein halbes Nest und kein Ei,
und es läßt sich nicht blicken,
eines der Elternteile, um zu retten, ..........
......das Eine, das Überlebende.
Da kommt der Mensch, ritsch, ratsch, mit einer Sense,
die Halme des Grases, zu mähen ab, es trifft auch wohl,
das Schwänzchen des Letzten, der von Fünf übriggebliebenen,
das flattert ihm entgegen,
es zu sich nehmend, um zu füttern und zu tränken,
und wohl auch zum trösten, das war für das kleine Herz,
zuviel der Angst und des Schreckens,
riß entzwei und brachen die Augen,
aus denen quollen beim Menschen Tränen ohne End!
© copyright 1998 by ronald dollinger