DAS NETZ

Im Tannengeäst,
da hängt ein Netz,
von der Sonne beschienen,
so könn`s wir genießen,
denn wir sehen`s ja;
Hat der Regen seine Spur,
hinterlassen in tausenden,
und tausenden, schillernden,
Tröpfchen, aneinandergereiht,
wie Perlen auf der Schnur;

Sehen wir erst recht die zarte Handarbeit,
keines Menschenhand fähig so ein Zaubernetz,
zu gestalten, das was wir sehen,
geschaffen Von einer Spinne,
der Naturlaune, die ihr gab,
Fähigkeiten zu entwickeln,
deren Zartheit wir durch Grobheit vernichtend zerstören.

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© copyright 1998 by ronald dollinger