NEBEL
nebel ist wie leben,
auf und absteigend,
fallend und wallend.
einpackend und einlullend,
nichts wahr und nichts echt,
nichts greifend, nicht fassend.
zerrinnend in meiner hand.
bin ich aber auf dem berg
stehe über den dingen
über den nebel, der,
einlullend und verklebend,
mir die sicht versperrend
auf die wirklichen dinge des lebens.
So sehe ich klar,
ich zerreisse,
ich zerteile das fadenscheinige,
das samtene gewand,
ich lasse mich nicht einlullen,
nicht verschleiern
denn ich will sehen.
© copyright 1998 by ronald dollinger