DER REGEN II
Beobachtend sitz ich am Fenster,
schaue hinaus, freue mich ,
ich sitz im trocknen, ein Dach übern Kopf,
und draußen regnet`s.
Die Tropfen fallen nicht,
sie peitschen die Dächer,
tropfende, nebelschwadige Wellen,
ergießen sich über die Ziegel,
formend wie Meereskriesel,
in Rundungen durch den Wind,
flutend in eine Richtung,
wie nach oben steigend,
und dann doch fallend auf die Pflastersteine,
hier in einem Rinnsal,
wie ein zur Geburt werdender Strom, fließend davon.
© copyright 1998 by ronald dollinger