WARTEN

Voll Trauer und Angst, so steh ich da,
so sitz und lieg ich herum,
wartend auf Dich, das Du kommst.
Ein Blick, ein Lächeln von Dir,
und ich vergess mein warten, auf Dich.

Komm zurück zu mir,
Du hast mich nicht wirklich verlassen,
Deine Freundschaft soll mir wichtig sein,
aber ich liebe Dich, was soll mir Freundschaft
ist das genug?
Ständig warst Du da,
am morgen, am abend und in der Nacht
gesprochen haben wir viel,
meine Liebe hast Du entdeckt.
Geliebt hast Du mich nicht,
aber Du warst bei mir, das reichte mir,
Deine Nähe war mein Licht. .........

Du bist hier, und doch nicht hier,
Du bist nah und doch so fern,
warum mußtest Du es ändern?
Warum kannst Du nicht verstehen,
das ich mehr als einen Anruf brauch,
der auch nur noch ab und zu kommt.
Getan hab ich Dir nicht`s, was ist es dann?
Deine Jugend, die mich schiebt ins Abseits?
War Dir alles nichts, was ich Dir gab?
Jugend und Schönheit vergeht,
der Geist und Verstand bleibt, hast Du davon nichts?
Komm zu mir, lindere meine Ungeduld,
trockne meine Tränen
nur komm zurück.

Liebe bleibt und schmerzt

Monate sind vergangen,
nach dem großen Schmerz,
der Erfahrung des Leidens, am geschüttelten Leib.
Immer weniger denkend, an Dich und Dein Gesicht,
an Dein Alter, Deine Blöße,
an schwarze Augen, die mich sahen
durch mich schauten.
Mutig hörte ich Lieder,
die wir immer und immer wieder,
lauschten und sangen,
Texte vom Verlassensein,
von Schatten an der Wand,
die kalten Düfte und
vom Alleinsein.

Zweifelnd an meinem Mut,
merkt ich wieder die Einsamkeit,
das Loch in meinem Herzen,
das Du bohrtest und bohrtest,
ich bin noch nicht soweit,
das Lieder vergangener Zeiten,
ohne Schmerz, ohne Tränen,
ohne Sehnsucht nach Dir,
mich begleiten.

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© copyright 1998 by ronald dollinger