ALLEIN MIT DEM SOHNE

Eine Mutter mit ihrem Sohne
Lange, lange Zeit allein,
sie hat ihn umsorgt, gepflegt, lag Nächtelang wach,
neben ihr - der Sohn.
Sie hat den kleinen Körper gebadet und gepudert,
mit ihm Schiffchen gespielt,
in der Wanne und am Meere,
aber sie war allein, allein.
Und wenn sie ihm manchmal, griff zwischen seine Beine,
da kam ihre Erinnerung an eine verflossene Zeit,
daß sie nicht immer war allein, allein.
Es gab wohl schon den Vater des Sohnes,
verblaßte Erinnerung, trockene, verstohlene Tränen;
und ihre Hand die ruhte unterdes`,
zwischen den Beinen, alleine, des Kleinen.......

........ So war sie dann,
im Bett und in der Wanne, nicht mehr alleine,
sie wusch ihm die Haare und das Kleine, das sie ihm rieb.
So verging die Zeit, der Tag folgte der Nacht,
bis sie bemerkte, das ,daß Kleine in ihrer Hand wuchs und wuchs.
Arglos ließ es der Sohn gescheh`n,
für ihn das natürlichste der Welt,
daß die Mutter mit ihrem Sohne
alleine mit dem Kleinen blieb.

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© copyright 1998 by ronald dollinger